28.10.2019: Krefeld virtuell - und real: Oberbürgermeister Meyer eröffnet den Wahlkampf um seine Wiederwahl mit einer "Verlagssonderveröffentlichung" - auf Kosten des städtischen Haushaltes

"Verschnupft" reagiert die FDP-Stadtratsfraktion auf eine "Verlagssonderveröffentlichung" der Stadt als Beilage zu einer kostenlosen Sonntagszeitung.

"Der Aufmacher ist ein Artikel, der mit "Krefelder Start-up webt virtuelle Welten" überschrieben ist. "Virtuell hört sich ganz gut an. Ein Blick auf das reale Krefeld sorgt jedoch für Ernüchterung", so FDP-Fraktionsvorsitzender Joachim C. Heitmann.

"Spontan fallen einem das marode Glasdach der Haltestelle Ostwall/Rheinstraße und die verfallenden städtischen Objekte Stadthaus und Schwimmbad Neusser Straße ein. Die Neugestaltung des südlichen Ostwalls stockt. Pläne für einen neuen Vorplatz des Hauptbahnhofes wurden ad acta gelegt." Jedenfalls in der Krefelder Innenstadt sei von der "Dynamik" wenig zu spüren, die Oberbürgermeister Frank Meyer (SPD) feststellen will. Als "blanke Schönfärberei" wertet die FDP die Aussagen des Stadtoberhauptes zur Arbeitslosigkeit in Krefeld. Diese sei mit über 10% doppelt so hoch wie im Bund und liege auch deutlich über den Landesdurchschnitt.

"Insgesamt handelt es sich um einen auf Kosten des städtischen Haushaltes finanzierten Wahlkampfauftakt des amtierenden Oberbürgermeisters", so Heitmann. Der Informationsgehalt der "Verlagssonderseite" halte sich in Grenzen. Alle vermeintlichen Neuigkeiten konnte man bereits in den Medien zur Kenntnis nehmen. Bemerkenswert sei nur, dass der Oberbürgermeister alles mit sich in Verbindung zu setzen versuche.

V.i.S.d.P.
Joachim C. Heitmann
Vorsitzender