18. Februar 2020

Presseerklärung zu den Vorschlägen von Fridays for future

 

FDP-Fraktionsvize Hoffmann:
Straßensperrungen können kein Selbstzweck und kein Gesellschaftsspiel sein

Mit "Zurückhaltung" reagiert die FDP-Fraktion auf die Aufforderung von Fridays for future, die Sperrung von innerstädtischen Straßen vorzuschlagen.

"Straßensperrungen können kein Selbstzweck sein. Sie sind auch ungeeignet als Gesellschaftsspiel mit dem Motto, "wer die meisten Straßen vorschlägt, bekommt einen Preis", erklärt FDP-Fraktionsvize Paul Hoffmann, der die Liberalen im zuständigen Ausschuss für Bauen, Wohnen und Mobilität vertritt. Die Sperrung des Individualverkehrs auf innerstädtischen Straßen werde zunächst einmal Verdrängungsverkehre verursachen, mit denen dann andere Straßen, womöglich mit mehr Anwohnern, mehr belastet werden.

"Statt den innerstädtischen Individualverkehr zu strangulieren, hielten wir es für sinnvoller, den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) attraktiver zu machen und für vor allem sichere Fahrradtrassen zu sorgen", erklärt Hoffmann.
Weitere Investitionen in den ÖPNV würden zwangsläufig zu Lasten von Ausschüttungen der Verkehrsbetriebe und damit der Stadtwerke für den städtischen Haushalt führen. "Das Thema ÖPNV-Attraktivierung gehört also zur mittelfristigen Finanzplanung." Alleine die Barrierefreiheit der ÖPNV-Haltestellen in Krefeld würde einen Aufwand von 90 Mio. Euro mit sich bringen, der durch Zuschüsse nicht völlig abgedeckt würde.

"Die Beantwortung dieser Fragen erfordert ein gesamtstädtisches Mobilitätskonzept, zu dem auch die Fahrradtrassen gehören, und das bislang noch nicht beschlossen worden ist", so Hoffmann.

V.i.S.d.P.
Joachim C. Heitmann
Vorsitzender