16.10.2019: FDP Krefeld: Offene Fragen bei Sonntagsöffnung von Bibliotheken

 

MITTE. Beim landespolitischen Forum der Krefelder FDP war am vergangenen Montag der medienpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Thomas NÜCKEL, zu Gast. Er sprach zur sich verändernden Medienlandschaft im Zusammenhang mit dem umstrittenen Artikel 13 bzw. jetzt 17 der EU-Urheberrechtsreform. Diskutiert wurde außerdem das von der FDP-Landtagsfraktion in den eingebrachte und einstimmig vom Parlament beschlossene Bibliotheksstärkungsgesetz. Das Gesetz ermöglicht es Bibliotheken nun auch an Sonntagen zu öffnen. Das Vorstandsmitglied der FDP Krefeld, Alexander SCHMITZ, erklärt hierzu:

 

 

 

"Als FDP Krefeld begrüßen wir die Verabschiedung des Gesetzes. Bibliotheken gehören zum öffentlichen Leben und zum kulturellen Angebot einer Stadt und daher ist die Möglichkeit einer Öffnung an Sonntagen ein wichtiger Beitrag zur Stärkung eben jener Einrichtungen. Anders als andere öffentliche Orte, wie z.B. Museen oder Theater, durften Bibliotheken Sonntags bisher nicht geöffnet haben."

 

 

 

Damit Bibliotheken in NRW in die Lage versetzt werden können, das zusätzliche Öffnungsangebot zu nutzen, müssen aus Sicht der Liberalen jedoch noch offene Fragen geklärt werden: "Damit etwa die Mediothek in Krefeld von dieser neuen Möglichkeit Gebrauch machen kann, bedarf es einer Klärung hinsichtlich der Finanzierung sowie eine Anpassung der Personalstruktur. Denn ein zusätzlicher Öffnungstag bedeutet für die Mitarbeiter der Einrichtung einen zusätzlichen Arbeitstag.", erklärt SCHMITZ.

 

 

 

Die Krefelder FDP erwartet daher von Seiten der Landesregierung die Erstellung eines Fördertopfes, um die benötigten finanziellen Mittel aufzubringen. "Das NRW-Kulturministerium beschäftigt sich derzeit mit der Frage der Finanzierbarkeit, sodass wir guter Dinge sind eine sinnvolle Lösung zu erhalten.", so SCHMITZ abschließend.

 

 

Florian Philipp Ott (v.i.S.d.P.)