01.12.2020: FDP Ost: KBK beweist entweder Ignoranz oder Dilletanz

Das Thema der Entschlammung des Grabens am Sollbrüggenpark beschäftigt die Bezirksvertretung Ost seit mittlerweile sieben Jahren. In der Sitzung der Bezirksvertretung Ost im Juni hat Herr HORSTER von der KBK den Bezirksvertretern den Fahrplan zugesichert, dass die Entschlammung im Oktober bzw. November erfolgen soll. Dies ist nicht geschehen. In der konstituierenden Sitzung der Bezirksvertretung Ost am 17. November 2020 hieß es von Seiten der KBK, dass die Arbeiten zur Entschlammung nun im Januar 2021 beginnen sollen. Wie man allerdings aus dem Schreiben des KBK-Vorstandes in der Sitzung entnehmen konnte, ist auch dieses Datum nicht in Stein gemeißelt. 

"Es handelt sich bei der Entschlammung des Grabens am Sollbrüggenpark offenbar um eine never ending story. Das ist absolut inakzeptabel", so der Vorsitzende des FDP-Stadtbezirksverbands Ost, Alexander SCHMITZ. 

Neben der Dauer, seitdem dieses Thema auf der Agenda steht, stößt den Liberalen insbesondere die Begründungen der KBK für die permanenten Verzögerungen sauer auf. Im Juni hieß es, dass das Problem bei der Entschlammung etwaige Schadstoffe im Schlamm wären. Dies sollte zunächst untersucht werden. Jetzt werden als neue Gründe für die Verzögerung die Notwendigkeit der Berücksichtigung der historischen Parkanlage und die im Wasser lebenden Amphibien genannt. 

"Seit 2013 beschäftigt uns das Thema und erst jetzt gelangt der KBK anscheinend zu der Erkenntnis, dass im Schlamm Schadstoffe sein könnten, die zunächst untersucht werden müssen und das im dortigen Wasser Amphibien leben? Was hat der KBK denn bitte in der Zwischenzeit getrieben?", fragt SCHMITZ. 

Für SCHMITZ ist auch die Berücksichtigung der Beschaffenheit der historischen Parkanlage als Kriterium unschlüssig. "Es erfolgt doch durch die Entschlammung des Wassergrabens kein Eingriff in die historische Beschaffenheit der Parkanlage.", sagt SCHMITZ.

Für die FDP klingen die genannten Begründungen nach Ausreden, um von den eigenen Versäumnissen der vergangenen Jahre abzulenken und um das bisherige Nichthandeln zu rechtfertigen. "Entweder ist das Verhalten von Herrn HORSTER und der KBK ignorant, sowohl den politischen Vertretern in der Bezirksvertretung gegenüber, als auch dem Bürgerverein und den Bürgern von Bockum. Oder das Verhalten ist schlichtweg dilettantisch.", stellt SCHMITZ fest.

Die Liberalen im Ostbezirk sind jedenfalls nicht gewillt das Thema einfach ruhen zu lassen. "Es ist schon viel zu viel Zeit verschwendet worden. Wir werden das solange ansprechen, bis es endlich sichtbare Resultate gibt und wir hoffen, dass sich die anderen politischen Vertreter in der Bezirksvertretung sich des Themas ebenfalls annehmen werden.", so SCHMITZ abschließend. 

Florian Philipp Ott (v.i.S.d.P.)