12.03.2021: Presseerklärung: Anmeldesituation an den weiterführenden Schulen in Krefeld

Anmeldezahlen an den weiterführenden Schulen weisen einen Trend zugunsten der Realschulen auf 

Im Hinblick auf die diesjährige Anmeldesituation an den weiterführenden Schulen in Krefeld erkennen die Liberalen einen Trend zugunsten der Realschulen: "Die Gymnasien sind nach wie vor die beliebteste Schulform in Krefeld. Der Bedarf an benötigten Plätzen an Gesamtschulen in der Stadt ist gedeckt. Erfreulich ist die Entwicklung der Realschulen", so der schulpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Alexander Schmitz. Insgesamt werden im kommenden Schuljahr 1647 Kinder eine der weiterführenden Schulen in Krefeld besuchen. Damit ist die Zahl in etwa gleich mit der des vergangenen Schuljahres (1649). Von den 1647 einzuschulenden Kindern, werden 565 eine Gesamtschule besuchen. "Mit Blick auf die Zahlen der vergangenen vier Jahre sind diese rückläufig.", stellt Schmitz fest. Auch in den vergangenen Jahren habe das Angebot an Gesamtschulplätzen die Nachfrage überschritten. "Dass es noch offene Plätze an den städtischen Gesamtschulen gibt mag gut sein, um Schulformwechslern oder neu zugezogenen Kindern einen Schulplatz anbieten zu können. Es zeigt aber auch deutlich auf, dass der vorhandene Bedarf an Gesamtschulen in Krefeld ausgereizt ist", sagt Schmitz. Im Hinblick auf die steigenden Schülerzahlprognosen und etwaiger Neubaugebiete stellt sich die Frage nach der Gründung einer weiteren Schule im SEK I -  Bereich. Die Bezirksregierung Düsseldorf hat hierzu im Jahr 2019 für Krefeld auch eine Einschätzung abgegeben, die den Bedarf an einer weiteren Schule mit einem SEK II- Angebot kritisch betrachtet, da eine entsprechende Schule in der Lage sein muss, aus der eigenen Schülerschaft heraus eine Oberstufe bilden zu können. Das vorhandene Angebot an SEK II -Schulen ist in Krefeld allerdings ausreichend. "Mit Blick auf die noch freien Plätze an Gymnasien und insbesondere an den Gesamtschulen, teilen wir diese Auffassung der Bezirksregierung. Ebenso teilen wir die Auffassung, dass die Entwicklung an den Realschulen im Blick zu behalten ist und der steigende Bedarf zu einer Prüfung der Notwendigkeit einer Neugründung führen sollte", so Schmitz. Die Anmeldezahlen an den drei Krefelder Realschulen sind von 293 (Schuljahr 18/19) auf 336 (Schuljahr 21/22) angestiegen und haben zu einer absoluten Auslastung des Platzangebots für das kommende Schuljahr geführt. "Diese Entwicklung zeigt die Bedeutung der Krefelder Realschulen auf. Wenn es zu einer Neugründung einer weiteren SEK I- Schule kommt, muss sich diese am tatsächlichen Bedarf orientieren und nicht an politischen Vorlieben. Ein solcher Bedarf ist bei den Realschulen gegeben", stellt Schmitz fest. 
Mit Blick auf die Anmeldezahlen an den Gymnasien zeigt sich erneut, dass sich die Krefelder Gymnasien auch großer Beliebtheit in den Nachbarkommunen erfreuen. Dies gilt insbesondere für Schüler aus Meerbusch. "Es handelt sich hierbei zwar nicht um eine neue Entwicklung, allerdings um eine schöne Feststellung.", sagt Schmitz. Aufgrund der Tatsache, dass es Krefelder Schüler gibt, die in Meerbusch zur Grundschule gehen und es im Bereich der weiterführenden Schulen zu einer umgekehrten Situation kommt, könnte man sich nach Meinung der Krefelder Liberalen auch mit einer interkommunalen Zusammenarbeit für die Schulen beschäftigen. "Im Zuge dessen müsste aber zwingend über die Abschaffung der Anwendung des §46 Abs.6 SchulG NRW in Krefeld diskutiert werden", so Schmitz abschließend. 

V.i.S.d.P. 

Joachim C. Heitmann