Nachfolge Beigeordneter Linne

Meyer weicht ohne Grund (?) vom bisherigen Verfahren ab

Der Bewerber, der der Verwaltung als Beigeordneter für Bau und Planung von dem beauftragten Personalberater vorgeschlagen wurde, hat sich in einer interfraktionellen Runde aus Fraktionsvorsitzenden, Planungs- und Bausprechern am Freitagmorgen um 8 Uhr im Rathaus vorgestellt. Seine Wahl soll in der kommenden Sitzung des Rates (am 4. Juli) erfolgen.

Da bereits vor der Freitagsrunde einer Mehrheit im Rat der Vorschlag bekannt war, die diesen auch unterstützen will, wurde auf die Vorstellung auch anderer Bewerber vor einer interfraktionellen Auswahlkommission verzichtet. Dem Vernehmen nach soll zumindest eine weitere Bewerbung in der engeren Wahl gewesen sein.
"Das ist bisher anders gehandhabt worden", erklärt FDP-Fraktionsvorsitzender Joachim C. Heitmann. "Es war zuletzt auch bei der Wahl des Beigeordneten Markus Schön so, dass alle Fraktionen die Möglichkeit hatten, die in die engere Wahl gekommenen Bewerber und Bewerberinnen persönlich kennenzulernen, selbst wenn bereits vorher einzelne Fraktionen für sich eine Entscheidung getroffen hatten."

Die FDP-Fraktion bedauert es, dass Oberbürgermeister Meyer jetzt von der "lang geübten und vertrauensbildenden Praxis" abweiche:
"Die geheime Kabinettspolitik von Herrn Meyer im Verbund mit einer Ratsmehrheit veschafft dem Nachfolger von Herrn Linne einen suboptimalen Einstieg in sein neues Amt, was er nicht verdient hat und was ihm auch nicht anzulasten ist. Die Verantwortung hierfür liege - Ratsmehrheit hin oder her - beim Oberbürgermeister, der Herr des Verfahrens ist", so Heitmann. "Sich hinter dem Votum eines Personalberaters und einer Ratsmehrheit zu verstecken, zeugt nicht gerade von Führungsstärke!"

V.i.S.d.P.
Joachim C. Heitmann
Vorsitzender