14.08.2020: Presseerklärung zum Mund-Nasenschutz in Schulen

Erfahrungsberichte der Schüler sind Bestätigung für die Entscheidung des NRW-Bildungsministeriums

Der schulpolitische Sprecher der FDP-Stadtratsfraktion, Alexander Schmitz, wertet die Erfahrungsberichte verschiedener Krefelder Schüler in der Rheinischen Post am 12.08.2020 als Bestätigung für die Entscheidung des NRW-Bildungsministeriums zur Rückkehr zum Präsenzunterricht. "Schulen sind nicht nur Orte des Lernens und der Wissensvermittlung, sondern auch Orte des Zusammenseins und der sozialen Kontakte. Von daher war die Rückkehr zum Präsenzunterricht zum jetzigen Zeitpunkt absolut richtig", so Schmitz. Den Wunsch der Schüler, dass der Präsenzunterricht aufrecht erhalten bleiben soll, verstehen die Krefelder Liberalen sowohl als Auftrag an die Politik, aber in Zeiten von Corona auch an die Gesellschaft: "Die Maßnahmen von Bund, Land und Kommune zielen alle darauf ab, Corona einzudämmen und einen zweiten Lockdown zu vermeiden, der dann auch wieder die Schulen betreffen würde. Dazu müssen sich aber alle an die Hygienevorschriften halten", sagt Schmitz.  Hierzu zählt auch das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes in der Schule. "Bei der Anzahl an Schülern, Lehrern und weiterem Personal wäre der Verzicht auf das Tragen einer Maske grob fahrlässig", erklärt der schulpolitische Sprecher der FDP-Stadtratsfraktion. Kritik hatte es an der Ankündigung der Bildungsministerin gegeben, dass die Schüler auch in den Klassen Masken tragen müssen. Wie die ersten Erfahrungsberichte zeigen, ist die Kritik unbegründet, da es genug Ausnahmen von der Regel gibt: "In großen Klassen ist das Tragen einer Maske notwendig, da der Sicherheitsabstand i.d.R. nicht eingehalten werden kann. In Oberstufenkursen und in kleinen Klassen, wo jeder Schüler seinen eigenen Tisch hat und der Abstand gewahrt werden kann, dürfen die Schüler ihre Maske abnehmen. Das war aber von Anfang an so vorgesehen", so Schmitz. Weitere Maßnahmen sind Kurzstunden und hitzefrei, um den Schülern ihren Schulalltag so angenehm wie möglich zu machen.
Sollten alle Maßnahmen nicht wirken und die Schulen müssen erneut geschlossen werden, so müssen aus Sicht der Liberalen alle Vorkehrungen getroffen werden, damit alle Schüler gleiche Voraussetzungen beim "homeschooling" haben. "Der durch Corona bedingte Lockdown der Schulen hat auf schmerzvolle Art eindrucksvoll gezeigt, dass wir beim Ausbau der Digitalisierung in Krefeld massiven Nachholbedarf haben. Ich erwarte, dass dem Ausbau der Digitalisierung endlich die Priorität beigemessen wird, die sie verdient", fordert Schmitz. Aus Sicht der FDP-Krefeld steht die Stadt in der Verantwortung, die Maßnahmen vor Ort umzusetzen. Land und Bund können nur die entsprechenden finanziellen Mittel bereitstellen. "An Fördergeldern von Land und Bund mangelt es definitv nicht. Aber wenn ich höre, dass noch immer nicht alle Schulen an das Breitbandkabelnetz angeschlossen sind und die Stadt noch keine Mittel aus dem Digitalpakt abgerufen hat, dann empfinde ich das als Besorgnis erregend", sagt Schmitz.
Der schulpolitische Sprecher hofft, dass die Stadt das Angebot des Sofortausstattungsprogramms der Landesregierung wahrnimmt. Mit diesem Programm können unbürokratisch und schnell u.a. mobile Endgeräte für bedürftige Schüler angefordert werden. "Hier muss die Stadt schnell handeln und den Bedarf gemeinsam mit den Schulen ermitteln, da das Programm bis Dezember 2020 befristet ist. Ich erwarte vom Oberbürgermeister, dass er hier Druck macht und seinem Wahlkampfslogan "Meyer Möglichmacher" nachkommt", fordert Schmitz abschließend.

V.i.S.d.P.
Joachim C. Heitmann
Vorsitzender