19.06.2020: Presseerklärung zur Entscheidung des Planungsuasschusses zur Prioritätenliste der Bauvorhaben

Rot-Rot-Grün will weiter das Kasernengelände Forstwald bebauen

Mit ihrem Antrag, die Bebauung des Kasernengelände Forstwald aus der Prioritätenliste der Bauvorhaben in Krefeld zu streichen, hat die FDP-Fraktion im Planungsausschuss am  Donnerstag keine Mehrheit gefunden. Nur die CDU unterstützte den Antrag der FDP. Die Fraktionen der Grünen, Linken und der SPD wollen dort weiterhin eine Bebauung.

Eine "ähnliche Gemengelage" hatte sich zwar bereits bei der Diskussion über das Klimaschutzkonzept Krefeld ergeben. Dort fand die FDP keine Mehrheit für ihrem Wunsch, dass in dem Konzept selber ihre Meinung zumindest redaktionell aufgeführt wird.

"Für uns ist die Entscheidung, ob auch der Krefelder Teil des ehemaligen Kasernengeländes wiederaufgeforstet wird oder dort gebaut wird, von großer Bedeutung für die Glaubwürdigkeit des städtischen Klimaschutzkonzeptes. Darüber hinaus haben wir auch städtebauliche Bedenken, weil die vorgesehene Bebauung sich in einer Art "Insellösung" im Forstwald finden würde, was wir unabhängig von der Frage des Klimaschutzes nicht für sinnvoll erachten", erklärt FDP-Fraktionsvorsitzender Joachim C. Heitmann. 


V.i.S.d.P. 
Joachim C. Heitmann  
Vorsitzender 

06.01.2020: Bürgerinitiative Forstwald für Aufforstung erhält Preis für Bürgerschaftliche Civilcourage

Ihren traditionellen „Preis für bürgerschaftliche Civilcourage“ vergaben die Freien Demokraten an die Bürgerinitiative Forstwald für Aufforstung des Kasernengeländes. Die Preisverleihung fand auf dem Dreikönigstreffen der Liberalen am 6. Januar 2020 statt, mit dem die Freidemokraten alljährlich das politische Jahr eröffnen. Ort der Preisverleihung war das Restaurant „Kulisse“ in der Fabrik Heeder.. Den Preis entgegen nahmen stellvertretend für die Bürgerinitiative deren Vorsitzender Prof. Dr. Claudius A. SCHMITZ sowie seine Mitstreiter Heribert HAUS, Jürgen RECK, Wolfgang HAAS, Helmut SALLMANN und Dr. Hans-Josef RUHLAND.

 

Nach der Bekanntgabe der Preisträger begründete der FDP-Kreisvorsitzende Joachim C. HEITMANN die Auszeichnung der Initiative durch die Partei. Dazu erklärte er: "Civilcourage und bürgerschaftliches Engagement sind Grundpfeiler, auf denen jede liberale Gesellschaft aufbaut. Um sich dieser Notwendigkeit von Zeit zu Zeit bewusster zu werden, zeichnen wir Freien Demokraten zu Beginn jedes politischen Jahres Krefelderinnen oder Krefelder aus, die sich durch persönliche oder gemeinschaftliche Civilcourage, Mut zum Querdenken und Standfestigkeit für die eigene Position hervorgetan haben. Diesen Kriterien entspricht die Bürgerinitiative Forstwald für Aufforstung voll und ganz.“

 

„Die Wiederaufforstung des ehemaligen Kasernengeländes im Forstwald nach dem Abzug der dort bis 2002 stationierten englischen Truppen war den Krefelderinnen und Krefeldern einst versprochen worden. Bis zum Jahr 2012 sah es auch tatsächlich so aus, als würden Stadt und Stadtpolitik diesem Versprechen nachkommen wollen. Nicht zuletzt im Zusammenhang mit der Konzeption der Europäischen Gartenschau spielte die Aufforstung der Fläche im Forstwald eine entscheidende Rolle. Doch den damaligen Worten folgten keine Taten. Stattdessen begann das Baudezernat ab 2012 mit Planungen zu einer dichten und abgeschlossenen Bebauung des vormaligen und inzwischen von der Natur zurückeroberten Waldstücks. Statt frischem Grün und neuen Bäumen im Wald plante die Stadtführung nun mit Beton und Flächenversiegelung. Diesen Vorstellungen stellt sich die Bürgerinitiative Forstwald für Aufforstung des Kasernengeländes nun seit Jahren entgegen. Allein ihr ist es zu verdanken, dass die Idee einer Aufforstung noch nicht vollends beerdigt wurde. Mit Courage, Engagement und Argumenten tritt die Initiative nun schon lange in Erscheinung. Sie scheut sich dabei auch nicht davor, sich mit Politik, Parteien und Verbänden anzulegen, um gesittet für die eigene Position zu streiten. Dies ist ein positives Beispiel für bürgerschaftliche Civilcourage, wie wir sie uns von engagierten Bürgerinnen und Bürgern wünschen und wie wir sie in jedem Jahr auf neue auszeichnen“, sagte HEITMANN abschließend.