30.10.2019: FDP spricht sich für die Neugründung einer Hauptschule mit den Förderschwerpunkten LES aus

Die FDP-Fraktion spricht sich für die versuchsweise Neugründung einer Hauptschule als Förderschule mit den Schwerpunkten "Lesen", "emotionale und soziale Entwicklung", "Sprache" (LES) und einem weiteren frei wählbaren Förderschwerpunkt ein. Wenn möglich soll die Schule in einem Schulgebäude der auslaufenden Hauptschulen eingerichtet werden.

Seit dem Schuljahr 2016/17 bilden die Krefelder Hauptschulen keine Eingangsklassen mehr. "Dennoch besteht weiterhin der Bedarf an einem Hauptschulbildungsgang, den entweder die Gesamtschulen oder die Realschulen decken müssen", so der Sprecher der Fraktion im Schulausschuss Alexander Schmitz.

"Die Gesamtschulen sollen möglichst zu je einem Drittel Haupt-, Real- und Gymnasialschüler unterrichten. Durch den Wegfall der Hauptschulen hat sich das Gefüge verschoben mit der Folge, dass es für die Gesamtschulen schwieriger wird, Oberstufen zu bilden", so Schmitz.

An Realschulen könnte zwar ab Klasse 7 der Hauptschulbildungsgang eingeführt werden. "Dies bedeutet für die Lehrkräfte einen zusätzlichen pädagogischen Aufwand. Auf den Schulträger kämen zusätzliche Kosten zu, da weitere Räumlichkeiten an den Realschulstandorten benötigt würden oder bestehende Räumlichkeiten umgerüstet werden müssten.
"Der Beschluss des Schulausschusses, dies für die Albert-Schweitzer-Realschule zu überprüfen, ist drei Jahre alt und hat zu keinen, jedenfalls dem Ausschuss präsentierten Ergebnissen, geführt."

Auf der anderen Seite sieht Schmitz einen hohen Bedarf an Förderung in den Bereichen "Lernen", "emotionale Entwicklung" und "Sprache": "Diese Förderschwerpunkte haben in Krefeld die Franz-Stollwerk- und die Erich-Kästner-Schule mit insgesamt 512 Schülern. Für eine Schulform, die auf kleine Klassen und eine individuelle Betreuung ausgelegt ist, ist das nicht sinnvoll. Im Sekundarbedarf haben laut der Schulstatistik 2017/18  51% einen entsprechenden Förderbedarf. Krefeld braucht deshalb nicht nur eine weitere Förderschule im Primarbereich, sondern auch ein entsprechendes Angebot für den Sekundarbereich." Das Schulgesetz eröffne der Stadt als Schulträger die Möglichkeit, mit Zustimmung der oberen Schulbehörde eine allgemeine Schule als Schwerpunktschule zu bilden.

V.i.S.d.P.
Joachim C. Heitmann
Vorsitzender