09.12.2020: FDP zur 28/29 - Entscheidung in Sachen Grotenburg: Ein Sieg der Vernunft über die Faktionsdisziplin

Aus Sicht der FDP-Stadtratsfraktion ist die mit knapper Mehrheit am Mittwochabend getroffene Entscheidung des Stadtrates in Sachen Grotenburg "ein Sieg der Vernunft über die Fraktionsdisziplin".

"Es wäre nicht richtig, nur eine Niederlage der Fraktionsführungen von SPD und Grünen zu sehen. Vielmehr zeigt die Entscheidung in geheimer Abstimmung, dass es auch auf der linken Seite des Rates Politiker gibt, die unabhängig von Vorgaben ihrer Führungen den gesunden Menschenverstand walten lassen", so FDP-Fraktionsvorsitzender Joachim C. Heitmann.

Dies sein ein "gutes Zeichen für die Ratsarbeit in der neuen Wahlperiode, hoffentlich nicht nur in Sachen Grotenburg."

Die FDP-Fraktion setzt darauf, dass in der vom Rat beschlossenen Arbeitsgruppe aus Verwaltung und Politik, die den weiteren Prozess um das Fußballstadion begleiten soll," den Trend fortsetzt."

V.i.S.d.P.
Joachim C. Heitmann
Vorsitzender

07.12.2020: Presseerklärung zum Grotenburg-Bauvorhaben und dem Abschied von Ponomarev

"Augen zu und durch" ist keine vernünftige Strategie!

Die Ankündigung des Präsidenten des KFC Uerdingen Mikhail Ponomarev nimmt die FDP-Fraktion zum Anlass, "noch einmal gründlich über die Investitionen in das Grotenburg-Fußballstadion nachzudenken".

"Die Erklärung von Ponomarev, dass es noch viele offene Fragen gibt, über die mit dem Verein nie gesprochen wurde, macht uns hellhörig, "erklärt FDP-Fraktionsvorsitzender Joachim C. Heitmann.

" Die Stadt sollte, sobald es möglich ist, mit einem neuen Investor über die angeblich noch nicht geregelte Vertragsdauer, die Miete und die Sicherheitskosten für die Nutzung des Grotenburg-Stadions sprechen und zu verbindlichen Regelungen kommen. Dies halten wir für eine unabdingbare Voraussetzung, bevor für die Drittligatauglichkeit des Stadions statt 10,5 Mio. EUR nunmehr 17,8 Mio. EUR investiert werden sollen."

Die dadurch gewonnene Zeit solle auch dazu genutzt werden, um die Abstimmungen mit dem Bauvorhaben Zoo und ausreichende Parkmöglichkeiten, zum Beispiel westlich der Violstraße, zu sorgen, so der FDP-Fraktionsvorsitzende. "Wir finden es auch äußerst unbefriedigend, dass noch immer nicht geklärt ist, wie es um die Trainingsmöglichkeiten für Jugendliche bestellt ist."

Ob sich überhaupt ein neuer Investor für ein vergleichbares Arrangement, wie es Ponomarev mit seinem Investitionen in Spieler und Trainer getan habe, finden werde, hält die FDP-Fraktion für längst noch nicht ausgemacht: "Denn auch jeder neue Investor weiß, dass mit einem Fußballverein erst ab der zweiten Liga Geld verdient wird und davon ist der KFC ja zur Zeit weit entfernt."


V.i.S.d.P.
Joachim C. Heitmann
Vorsitzender

01.12.2020 Presseerklärung zur Kostensteigerung Grotenburg

Kostensteigerung Grotenburg: Albert Speer der richtige Partner?

Angesichts der 60 %igen Kostensteigerung bei der Sanierung des Grotenburg-Fußballstadions zeigt sich die FDP-Fraktion "weder überrascht und erst recht nicht schockiert!"

Die bislang genannten Kosten in Höhe von 10,4 Mio. EUR seien "ein politischer Kampfpreis der in der letzten Wahlperiode mehrheitsbildenden Fraktionen von SPD und CDU". Es handelt sich um ein "Erbe der großen Koalition", mit dem man nun in der neuen Wahlperiode fertig werden müsse.

"Dabei sind wir zu einer konstruktiven Mitarbeit bereit, sehen uns aber nicht in der Lage, die Salamitaktik, mit der man die Öffentlichkeit mit immer weiter steigenden Kosten konfrontieren will, mitzumachen," erklärt Fraktionsvorsitzender Joachim C. Heitmann.

Mit Sorge sieht die FDP, dass bislang keine abgestimmte Planung mit der Zoo-Erweiterung erkennbar sei. "Uns fehlen auch konkrete Aussagen zu der Pflichtaufgabe, für die Jugendnachwuchsförderung ein entsprechendes Platzangebot vorzuhalten".

Die FDP-Fraktion hinterfragt auch, ob das bislang befasste Büro Albert Speer & Partner weiter beauftragt werden soll: "Es mag sich um einen klangvollen Namen mit internationalen Renommee handeln. Die Frage für uns ist, ob bei der weiteren Ausschreibung, Vergabe und Bauüberwachung es nicht vorteilhafter wäre, es eine Nummer kleiner mit einem Architekturbüro vor Ort zu tun. Wir sind nicht damit zufrieden, wenn Albert Speer & Partner die jetzt zunächst einmal verkündete Kostensteigerung lapidar damit begründen, das es halt beim Bauen im Bestand immer wieder zu Überraschungen kommt. Die Kostenschätzung von Albert Speer & Partner, auf die sich einige in Krefeld wohl bislang verlassen haben, dürfte leider Makulatur sein".

Zu der erwartenden Bundesförderung in Höhe von 3,3 Mio. EUR erklärt Heitmann: Es zeugt schon von einer gewissen Eindimensionalität des Denkens, wenn ausgeblendet wird, dass es sich dabei, wie bei den eigenen Aufwendungen der Stadt, um Steuergelder handelt und nicht um ein Gottesgeschenk".

V. i. S. d. P.
Joachim C. Heitmann
Vorsitzender