Einführung § 132c SchulG NRW

FDP sieht die Umsetzung des Paragraphen 132c Abs.1 SchulG NRW an der Freiherr-vom-Stein Realschule als erklärungsbedürftig an

Der Gesetzgeber habe den Kommunen mit dem Paragraphen 132c Abs.1 SchulG NRW die Möglichkeit gegeben, an Realschulen den Hauptschulbildungsgang ab Klasse sieben einzuführen, sofern es in der betroffenen Kommune keine öffentlichen Hauptschulen mehr gibt: „Dies ist mit dem Auslaufen der Hauptschulen in Krefeld der Fall“, so der schulpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Alexander Schmitz. Daher hatte der Ausschuss für Schule und Weiterbildung in seiner Sitzung vom 08.11.16 die Anwendung des Paragraphen 132c Abs.1 SchulG NRW für die Albert-Schweitzer Realschule beschlossen.
Die Liberalen zeigen sich von den Überlegungen der Verwaltung überrascht, den Hauptschulbildungsgang ab Klasse sieben nun auch für das kommende Schuljahr 2019/20  an der Freiherr-vom-Stein Realschule einzuführen: „Die Bezirksregierung Düsseldorf kam damals zu der Einschätzung, dass der Bedarf mit der Umsetzung des Paragraphen 132c Abs.1 SchulG NRW an einer der drei Realschulen in Krefeld gedeckt wird“, so der schulpolitische Sprecher der Liberalen. Sollte sich der Bedarf innerhalb der vergangenen drei Jahre entsprechend erhöht haben, müsse man zwar zu einer Lösung kommen, jedoch halten die Liberalen die Einführung des Hauptschulbildungsganges an der Freiherr-vom-Stein Realschule zum Schuljahr 2019/20 für "zeitlich überambitioniert". „Die Umsetzung des Paragraphen 132c Abs.1 SchulG NRW bedeutet für die betreffende Schule einen immensen Mehraufwand, sowohl hinsichtlich der räumlichen, als auch der sachlichen und personellen Ausstattung“, so Schmitz. Nach Ansicht der Liberalen muss zunächst geklärt werden, ob die entsprechenden Voraussetzungen an den genannten Standort erfüllt sind.
Kritisch sieht es die FDP ebenfalls, dass die Freiherr-vom-Stein Realschule zum kommenden Schuljahr bereits einen Mehraufwand leisten müsse, da sie jeweils eine Überhangsklasse für das 7. und 8. Schuljahr (u.a. Schulformwechsler vom Gymnasium) bilden müsse: „Eine Schule ist ein ein sensibler Bereich, der mit den handelnden Personen steht und fällt. Man sollte diese nicht mit immer neuen Aufgaben zu sehr strapazieren. Hier gilt: Einen Schritt nach dem anderen“, so Schmitz abschließend.


V.i.S.d.P.
Joachim C. Heitmann
Vorsitzender