Presseerklärung: FDP: Drogenprävention statt Drogenkonsumraum!

Die FDP-Stadtratsfraklion spricht sich dafür aus, zum jetzigen Zeitpunkt und auf der jetzigen Informationsgrundlage der Verwaltung keinen Drogenkonsumraum einzurichten.
Stattdessen soll verstärkt auf Drogenprävention hingewirkt werden, insbesondere auf mehr vorsorgende Aufklärungsarbeit in weiterführenden Schulen und Unterstützung betroffener Familien in den Familienzentren. Ebenso sollen die bereits bestehenden Möglichkeiten der psychologischen Unterstützung von Drogenkranken verbessert werden. Das Streetworking soll ausgebaut werden. Zu prüfen sei, ob das Angebot Drogensubstitution (Methadon) erweiterungsbedürftig ist, so die Sprecherin der FDP im zuständigen Sozial- und Gesundheitsausschuss Linda Weßler.

"Im Gegensatz zur landläufigen Meinung, dass Drogenkranke in Drogenkonsumräumen mit Drogen versorgt werden, müssen die Betroffenen die Drogen selber beschaffen, was wir im Sinne einer Minderung der Abhängigkeiten nicht für zielführend halten", so Weßler.

Die Standortfindung für einen Drogenkonsumraum würde Politik und Verwaltung vor fast unlösbare Fragen stellen. Würde der Drogenkonsumraum auf dem Theaterplatz stationiert werden, wo sich nämlich die meisten Drogenabhängigen aufhalten, würde dies dem Platz den endgültigen Todesstoß versetzen. Ein Standort auf dem Westwall, z.B. im Cafe Pause sei kritisch, insbesondere im Hinblick auf die naheliegenden Schulen. Außerdem sei es fraglich, ob dort neben dem eigentlichen Drogenkonsumraum der dazu ebenfalls erforderliche Aufenthaltsraum für die Drogenkranken (nach Einnahme der Drogen) geschaffen werden könnte.

V.i.S.d.P.
Joachim C. Heitmann
Vorsitzender