01.07.2020: Presseerklärung zur Digitalisierung

 

FDP begrüßt die neue Digitaloffensive des Schulministeriums und fordert von der Stadtverwaltung Tempo beim Ausbau der Digitalisierung

"Wenn uns die Coronakrise im schulischen Bereich eines gelehrt hat, dann die dringende Notwendigkeit einer intakten digitalen Infrastruktur", erklärt der schulpolitische Sprecher der FDP-Stadtratsfraktion, Alexander Schmitz. Dass es hierbei in Krefeld Nachholbedarf gibt, wurde erst zuletzt wieder aus einer Studie der IHK Mittlerer Niederrhein deutlich, in der es u.a. um den Ausbau der Digitalisierung an den Krefelder Berufskollegs ging. Daher begrüßen die Liberalen, dass das Schulministerium unter Führung von Yvonne Gebauer (FDP) eine neue Digitaloffensive mit einem Gesamtvolumen von 350 Millionen Euro beschlossen hat. Von dieser Summe sollen allein 178 Millionen Euro auf die technische Ausstattung entfallen. "Die Summe hinsichtlich der technischen Ausstattung ist in der Geschichte NRWs einmalig und zeigt sehr deutlich, dass die FDP die Digitalisierungspartei Deutschlands ist.", freut sich Schmitz. Vorgesehen ist u.a. die Anschaffung von 200.000 Dienstgeräten für die Lehrkräfte und 350.000 Endgeräte für bedürftige Schüler. "Mit der Anschaffung von Dienstgeräten für die Lehrer müssen diese nicht mehr ihre eigenen Endgeräte benutzen und wir klären endlich die Frage nach dem Datenschutz", erklärt der schulpolitische Sprecher.
Ebenfalls begrüßt die FDP, dass bei der Vergabe der Leihgeräte an bedürftige Schüler die Lehrer entscheiden sollen und nicht die Schüler bzw. deren Eltern die Bedürftigkeit nachweisen müssen. "Mit dieser Regelung schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen werden die Kinder nicht stigmatisiert, da die Lehrer die Situation der Schüler in der Regel kennen und die Geräte dann entsprechend verteilen können. Zum anderen wird der Bildungsteilhabe und der Bildungsgerechtigkeit genüge getan. Denn Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen", so Schmitz.
Laut Ministeriumserlass müssen die Gelder zur Geräteanschaffung von den Kommunen bis Ende Dezember 2020 abgerufen werden. Von Nutzen sind die ganzen Maßnahmen allerdings nur, wenn die Kommune über ausreichende und vernünftige Internetanschlüsse verfügt. "Wir erwarten, dass bei der Digitalisierung, insbesondere im schulischen Bereich, endlich Tempo aufgenommen wird und dass Vorkehrungen bzgl. einer möglichen 2. Coronawelle und damit einhergehenden Schulschließungen getroffen werden. Hier ist die Stadt am Zug", erklärt Schmitz abschließend.

V.i.S.d.P.
Joachim C. Heitmann
Vorsitzender