FDP-Fraktion besucht Uerdinger Klärwerk und Stadtbad Neusser Straße; Fazit der Liberalen:

Stadt muss Denkmalschutz neu denken! Sinnvolle Nutzung fördern!

"Je mehr Zeit verstreicht zwischen der Aufgabe der ursprünglichen Nutzung, der Unterschutzstellung als Denkmal und Neunutzung, desto schwieriger wird das Unterfangen", so FDP-Fraktionsvorsitzender Joachim C. Heitmann.

Im Rahmen einer Denkmaltour hatte die Fraktion zunächst das alte Uerdinger Klärwerk am Rundweg (wenige Tage vor NRW-Ministerin Ina Scharrenbach)  und dann das alte Stadtbad an der Neusser Straße besucht. Während das Klärwerk verkauft werden konnte, scheiterte die Stadt beim Versuch, Investoren für diese städtische Immobilie zu finden.

"Die Stadt darf es nicht bei der Unterschutzstellung belassen, sie muss als zweiten Schritt Interessenten ergebnisorientiert bei der Neunutzung unterstützen. Ansonsten verfehlt der Denkmalschutz seinen Zweck, das Denkmal zu erhalten", so die FDP. Der nordrhein-westfälische Denkmalschutz verlange "Denkmäler sinnvoll zu nutzen". Dies erfordere "mehr Flexibilität als bisher behördlicherseits gezeigt wurde".
Trotz der bislang vergeblichen Bemühungen in Sachen Neusser Straße bevorzugen die Liberalen die Privatisierung von kommunalen Immobilien mit Denkmalwert. "Dafür gibt es in Krefeld zahlreiche Erfolgsgeschichten - wie das alte Standesamt am Bismarckplatz, das ehemalige chemische Untersuchungsamt an der Bismarckstraße und in Bockum das Haus Schönhausen und das Haus Neuenhofen", so der FDP-Fraktionsvorsitzende.
Private als Eigentümer denkmalgeschützter Objekte könnten "freier agieren", sie seien nicht an die "engen Vorgaben des öffentlichen Vergaberechts" gebunden. "Deshalb sehen wir große Chancen für das alte Uerdinger Klärwerk, das letztes Jahr von vier Geschäftsführern des Essener Outdoor-Veranstalters Querfeldein gekauft wurde."

V.i.S.d.P.
Joachim C. Heitmann
Vorsitzender