10.06.2020: Presseerklärung zur Digitalisierung von Berufsschulen

 

FDP zur Schulentwicklungsplanung
Die Berufsschulen werden bei der Digitalisierung nicht ausreichend berücksichtigt

Die FDP-Fraktion ist über die Aussage der Verwaltung irritiert, dass die Umsetzung der Schulentwicklungsplanung der Berufsschulen und die technische Ausstattung einen erheblichen zeitlichen Vorlauf bedürfe und aus diesem Grund die Mittel hierfür in 2020 nicht mehr zahlungswirksam werden: "Seit dem Antrag der Grünen für eine Schulentwicklungsplanung für die Berufsschulen im Dezember 2016 beschäftigen wir uns mit dem Thema", erklärt der schulpolitische Sprecher der FDP-Stadtratsfraktion, Alexander Schmitz. Es wurde diesbezüglich sogar ein externes Gutachten in Auftrag gegeben, dessen Handlungsempfehlungen im Juli 2018 vom Schulausschuss beschlossen wurden. Aus dem Gutachten geht hervor, dass die digitale Infrastruktur und die entsprechende Ausstattung an den Berufsschulen ausgebaut werden muss. In der Sitzung vom 04.07.2018 hat der Schulausschuss diesen Handlungsempfehlungen zugestimmt. "Dieser Beschluss ist mittlerweile fast 2 Jahre alt. Wie viel zeitlichen Vorlauf braucht die Verwaltung denn noch?", fragt Schmitz.
Für die Krefelder Liberalen ist das Vorgehen der Verwaltung hinsichtlich des digitalen Ausbaus jedenfalls mangelhaft: "Krefeld verschläft hier die Zukunft! Corona hat doch u.a eines deutlich gezeigt, und zwar die Notwendigkeit einer intakten digitalen Ausstattung", so Schmitz.
Wie dringend ein digitaler Ausbau der Infrastruktur an den Berufsschulen ist, geht auch aus einem aktuellen Gutachten der IHK Mittlerer Niederrhein hervor. So kritisieren viele Ausbildungsbetriebe die mangelnde Vermittlung digitaler Kompetenzen und die unsachgemäße Ausstattung an den Berufsschulen. Die Liberalen fordern daher im nächsten Schulausschuss eine umfangreiche Darstellung über die digitale Ausstattung an den Berufskollegs, eine Auflistung von noch fehlender Infrastruktur und fehlenden Geräten für jedes der vier Berufskollegs und vor allem die zeitnahe Umsetzung des bereits im Sommer 2018 gefassten Beschlusses zur Schulentwicklungsplanung der Berufsschulen. "Ein Kritikpunkt der SPD an der Stadtdirektorin Beate Zielke war ja der zu langsam umgesetzte Ausbau der Digitalisierung. Da Frau Zielke nun nicht wiedergewählt wurde, dürfte ein zügiger Ausbau und eine zügige Umsetzung des Beschlusses von 2018 für die von der SPD geführte Verwaltung und für den Oberbürgermeister somit kein Problem mehr darstellen", so Schmitz abschließend.

V.i.S.d.P.
Joachim C. Heitmann
Vorsitzender