Polizei bietet „Einbruchsradar“ per App für Nordrhein-Westfalen an

 

Andreas Terhaag MdL: Bürgerinnen und Bürger sollen sich über Risiken in ihrer Nachbarschaft informieren können.

 

Wie das Ministerium des Inneren mitteilt, informiert die Polizei nun Bürgerinnen und Bürger per App über Einbruchgesehen in ihrer Nachbarschaft. Die Anwendung liefert Informationen zu früheren Taten sowie auf dieser Basis Prognosen zu Einbruchswahrscheinlichkeiten. Darüber hinaus beinhaltet die App wichtige Präventionshinweise. So können sich die Nutzerinnen und Nutzer darüber informieren, wie sie ihre Wohnungen besser vor Einbrechern sichern und werden an die regionalen Beratungsstellen der Polizei verwiesen.

 

„Die Bürgerinnen und Bürger sollen sich über die Einbruchsrisiken in ihrer Nachbarschaft informiere können. Nur wer sich möglichen Gefahren bewusst ist, kann sich letztlich davor effektiv schützen. Auch wenn die Wohnungseinbrüche quantitativ in den letzten Jahren in Nordrhein-Westfalen kontinuierlich auf 27.000 gesunken sind, erfordert ihre Bekämpfung große Ressourcen innerhalb der Polizei. Ein Einbruch ist zudem immer ein belastendes Ergebnis für Betroffene. Das Sicherheitsgefühl ist erschüttert, weshalb wir uns nicht auf guten Zahlen ausruhen dürfen“, so Andreas Terhaag, Abgeordneter für die Freien Demokraten im Landtag NRW.

 

Die App gibt es ab sofort kostenlos im Appstore sowie im Google Play Store. Per Push-Mitteilung werden an jedem Montag für vom User festgelegte Orte auf das Smartphone projiziert und auf einer Stadtkarte kann man diese dann verfolgen, wobei die Darstellung der Tatorte nur grob verteilt angezeigt werden, um Datenschutz zu wahren.

 

Das Angebot wurde gemeinsam mit der Provinzial-Versicherung und Fraunhofer FOKUS entwickelt und ist eine neue Funktion der bereits bestehenden „MehrWetter-App“, die von der Versicherung betrieben wird. Außerdem werden bestimmte Funktionen in die App „KATWARN“ eingebunden.

 

Zunächst sind die Funktionen örtlich auf den Zuständigkeitsbereich folgender Polizeipräsidien begrenzt: Aachen, Bielefeld, Bochum, Bonn, Dortmund, Düsseldorf, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Köln, Krefeld, Mönchengladbach, Münster, Recklinghausen und Wuppertal.

 

 

 

Daniel Winkens M.A.
Büroleiter und wissenschaftlicher Mitarbeiter