18.05.2020: FDP Mitte: WAGNER führt FDP in Wahlkampf um Bezirksvertretung

MITTE. Der Vorsitzende des FDP-Stadtbezirkeverbandes Mitte, Jürgen WAGNER, führt die Freien Demokraten im September als Spitzenkandidat in die Wahl um die Bezirksvertretung der Stadtmitte. Dies entschieden die Parteimitglieder auf ihrer Wahlversammlung. Auf den weiteren Listenplätzen folgen Dr. Wolfram ROTHER, Cedric NIEDEREE und Ingo VON KNOBELSDORFF-BRENKENHOFF. 

 

Nach seiner Wahl erklärte WAGNER: „Wesentliches Thema ist für uns die Attraktivitätssteigerung der Innenstadt. Wir möchten, dass die vier Wälle, als wichtiges Symbol der Krefelder Stadtmitte, wieder einladender gestaltet und besser gepflegt werden. Außerdem setzen wir uns für einen zeitgemäßen öffentlichen Nahverkehr mit modernen Fahrzeugen und barrierefreien Haltestellen ein. Damit einhergehen sollte eine Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes sowie ein neues Parkleitsystem, um den Individualverkehr auf dem Ostwall deutlich zu reduzieren. Zusammen mit einer allgemeine Offensive zur Neu- und Umgestaltung der Innenstadtplätze, durch die diese wieder an Attraktivität gewinnen, sollen diese Maßnahmen dazu beitragen, die Innenstadt spürbar zu modernisieren.“

 

Florian Philipp Ott (v.i.S.d.P.)

 Bild: Jürgen Wagner

 

Kandidaten für die Bezirksvertretung Mitte:

  1. Jürgen Wagner
  2. Dr. Wolfram Rother
  3. Cedric Niederee
  4. Ingo von Knobelsdorff-Brenkenhoff

Freiheit und Selbstverwirklichung des Einzelnen ist Basis unseres politischen Handelns. Umweltschutz hat Vorrang vor Gewinnstreben und persönlichem Nutzen.
Karl-Hermann Flach, Freiburger Thesen 1972.

Die FDP war die erste Partei, die den Umweltschutz in ihr Grundsatzprogramm aufgenommen hat.

 

Vorschläge und Forderungen der FDP-Stadtmitte anlässlich der Kommunalwahl am 13. September 2020. Der Mehltau, der über der Innenstadt liegt, muss endlich gewandelt werden in konkretes Handeln.

 

1.     Die überregionale Bedeutung unserer vier Wälle muss wieder verstärkt ins öffentliche Bewusstsein gerufen werden. Es muss alles unternommen werden, um unsere Wälle attraktiv und einladend zu gestalten.

2.     Die Angebote an Wohnungen in der Innenstadt (auch der soziale Wohnungsbau) sind durch die Stadt Krefeld mit Hilfe von Wirtschaftsförderungsgesellschaft und Wohnstätte stärker als bisher zu fördern. Die Stadt muss sich bemühen, sogenannte Schrottimmobilien aufzukaufen und durch die stadteigene Wohnstätte zu sanieren. Wohnen, Arbeiten und Einkaufen müssen als zusammengehörige Einheit betrachtet werden.

3.     Das Stadtbild im Bismarckviertel darf nicht durch zu starke Parzellierung und damit einhergehenden Veränderungen des architektonischen Gesamtbildes in Mitleidenschaft gezogen werden.  

4.     Öffentlicher Personennahverkehr und Individualverkehr auf dem Ostwall müssen entzerrt werden. Zur Entlastung der vier Wälle insgesamt muss die Leistungsfähigkeit der Ringe deutlich verbessert werden, ohne dass Parken für die Anwohner ein Problem wird. Quartiersgaragen können hier ein Teil der Lösung sein. Prioritär ist die Philadelphiastraße zu ertüchtigen, anschließend müssen die anderen Teile des Ringes angegangen werden und zur Verbesserung der Lebensqualität der Anwohner zumindest mit Flüsterasphalt ausgestattet werden.

Neben ungünstiger Verkehrsführung leidet die Innenstadt auch unter unnötigem Parksuchverkehr, der im digitalen Zeitalter anachronistisch wirkt. Die Innenstadt braucht ein neues Parkleitsystem, das die Besucher der Innenstadt zielgerichtet in die Parkhäuser und zu sonstigen Abstellflächen leitet. Das bevorrechtigte Anwohnerparken innerhalb der Ringe ist ebenfalls eine Forderung der FDP.

5.     Krefeld ist vergleichsweise gut durch Busse und Straßenbahnen erschlossen, für viele Menschen endet die Reise aber unfreiwillig bereits an der Haltestelle. Der barrierefreie Umbau von Bus- und Straßenbahnhaltestellen in der Innenstadt muss ab sofort konsequent in Angriff genommen werden. Ältere und behinderte Menschen haben darauf ein Anrecht.

6.     Innerstädtischen Plätze:
Die innerstädtischen Plätze (Dionysiusplatz, Dr. Hirschfelder Platz sowie Evangelischer Kirchplatz am Schwanenmarkt) sind so umzugestalten, dass sie als Aufenthaltsraum für Jung und Alt eine erkennbare Bedeutung bekommen. Und das nicht nur zum Ruhen, sondern auch zur Entwicklung der Aktivitäten der Menschen. Auch mit Hinblick auf den Klimawandel schaffen urbane Kältezonen Lebensqualität.

Der Theaterplatz ist so zu gestalten, dass man dauerhaft von einem kulturellen Veranstaltungsplatz sprechen kann, der die Bürger einlädt. Unsere Forderung, dort die neue Veranstaltungshalle zu bauen, fand leider keine Mehrheit. Trotzdem halten wir an ihr fest, um die Bedeutung des Theaterplatzes für die Innenstadtentwicklung deutlich zu machen.

Der Bahnhofsvorplatz ist durch die Verkehrsführung von der Innenstadt entkoppelt, das muss sich ändern.

7.     Der Alleecharakter unserer Straßen muss wieder erkennbar werden.
Straßenbäume, die gefällt werden, müssen an der gleichen Stelle nachgepflanzt werden, auch wenn dies zu höheren Kosten durch Leitungsschutz führt. Auch in der Vergangenheit aus vermiedene oder verschobene Neupflanzungen sind nachzuholen.

8.     Einen Drogenkonsumraum lehnt die FDP nach wie vor ab. Ein Drogenkonsumraum führt in der Konsequenz zu mehr Drogenkonsum. Dies würde bedeuten mehr Drogenhandel und mehr Beschaffungskriminalität. Wir stützen daher weiterhin die Arbeit der Caritas, die seit vielen Jahren versucht, Menschen den Weg aus dem Drogenkonsum aufzuzeigen.

9.     Schandflecke wie das ehemalige Ziellenbach-Haus an der Ecke St.-Anton-Straße/Friedrichstraße dürfen nicht noch weitere Jahre in der heutigen Form existieren. Der gesamte Bereich zwischen dem Ziellenbach-Haus und dem Deichmann-Haus sollte von den neuen Eigentümern in einer der Umgebung angepassten und der Bedeutung des Standortes angemessenen Weise einer Neubebauung unterzogen werden.

 

10.  Schwimmen – vor allem für die Schulen der Innenstadt – muss im Stadtbad möglich sein.