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„Die Offenlage mitten in den diesjährigen Sommerferien und die Möglichkeit, nur innerhalb der Ferien Stellung nehmen zu können, ist eine offene Provokation gegenüber allen Beteiligten“, erklärt Fraktionsvorsitzender Joachim C. HETIMANN. Die Praxis, Planungen, bei denen man mit zahlreichen Einsprüchen rechne, während Ferienzeiten offenzulegen, sei zwar nicht unbekannt, erstaune aber doch bei einem Luftreinhalteplan, „dessen Bedeutung für die Krefelder Innenstadt gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann“. Wenn bestimmte Verkehre konsequent aus der Innenstadt verbannt würden, liefe dies auf eine Mehrbelastung der anderen Stadtteile hinaus. „In wenigen Jahren werden wir uns dann mit der verminderten Luftqualität in diesen anderen Stadtteilen auseinandersetzen müssen“, so der Einwand der FDP.
Ursprünglich sei eine Sondersitzung von Planungs- und Umweltausschuss in der ersten Woche nach den Sommerferien geplant gewesen. „Wir stehen nun vor der Notwendigkeit, diese Sitzung in die Ferien vorzuziehen mit der Konsequenz, dass nicht alle Mitglieder der Ausschüsse daran teilnehmen können.“
Der Luftreinhalteplan liegt der FDP seit vergangenen Montag vor, so dass „inhaltlich noch Beratungsbedarf besteht“. Bereits jetzt schließe man sich Bedenken z.B. bezüglich der Sperrung der Königstraße für den Pkw-Verkehr an, da diese gerade dadurch zu einem Markenzeichen für Krefeld als Einkaufsstadt geworden sei, weil sie keine Fußgängerzone, sondern mit dem Pkw erreichbar sei. Die Sperrung würde auch den Wegfall von ca. 100 Parkplätzen bedeuten. „Jede – notfalls auch für die gesamte Krefelder Innenstadt – Temporeduzierung ist uns lieber als eine Totalsperrung für den Pkw-Verkehr. Im Übrigen muss die Belieferung der Geschäfte in der Innenstadt gewährleistet werden; selbstverständlich auch eine Kontrolle, dass Lkw die Innenstadt zu diesem Zweck nutzen.“
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