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FDP Krefeld

Stadtratsfraktion

Finanzskandal: Verschlampt und vertuscht!

Stadthaus Krefeld
Stadthaus Krefeld
Der jüngst bekannt gegebene städtische Finanzskandal wirft für die FDP viele Fragen auf. Wenn die Prüfung durch den Fachbereich Finanzen, die zwischen November 2008 und Mai 2009 erfolgte, und die anschließende Prüfung durch die Rechnungsprüfung, die zwischen Mai 2009 und Mai 2010 erfolgte, nur die städtische Fehlbuchung im Sommer 2008 zum Gegenstand hatte, stelle sich die Frage, warum die Prüfung eines Einzelfalls so lange Zeit in Anspruch genommen habe. Es sei wenig glaubhaft, dass im Rahmen der Prüfung der Fehlbuchung nicht auch organisatorische Mängel aufgefallen seien, die, wie sich jetzt herausstelle, erheblich seien.

Sollte es tatsächlich einen „Tunnelblick“ geben, müsse man umgehend die „Scheuklappen“ abwerfen, und nicht nur die Verwaltungsspitze, sondern auch die Arbeitsweise der Rechnungsprüfung in Frage stellen. „Die jüngsten Erkenntnisse verstärken den Verdacht, dass das Bekanntwerden der Vorgänge und Zustände im Fachbereich Finanzservice bewusst über Jahre „unter dem Deckel“ gehalten worden ist, um die Wahlen zu überleben, die seitdem anstanden. Ex-Kämmerer Manfred Abrahams, mit dem Parteibuch der CDU, hätte sich seiner Wahl zum Stadtdirektor und Kämmerer in der Landeshauptstadt Düsseldorf bzw. einer Wiederwahl in Krefeld nicht sicher sein können, wären die Skandale vorher publik geworden“, so Fraktionsvorsitzender Joachim C. Heitmann.